Die Stadt Hagen lädt am Freitag, 4. September, um 13.30 Uhr zu einer interdisziplinären Informationsveranstaltung im Ratssaal des Rathauses an der Volme ein. Im Mittelpunkt stehen die frühe Erkennung einer Sepsis, das richtige Vorgehen im Notfall und die Zusammenarbeit zwischen Hausärzten, Rettungsdienst und Kliniken. Die Veranstaltung richtet sich an Bürgerinnen und Bürger sowie an Fachkräfte aus verschiedenen Gesundheitsberufen.
Sepsis als medizinischer Notfall
Sepsis, häufig als Blutvergiftung bezeichnet, ist eine lebensbedrohliche Reaktion des Körpers auf eine Infektion. Eine schnelle Diagnose und zügige Behandlung sind entscheidend, weil sich die Erkrankung in der Anfangsphase hinter unspezifischen Symptomen verbergen kann. Deshalb kommt dem Erkennen von Warnzeichen in allen Bereichen der medizinischen Versorgung eine besondere Bedeutung zu.
Interdisziplinäre Perspektiven aus Praxis, Rettungsdienst und Klinik
Die Veranstaltung bringt Vorträge aus der hausärztlichen Versorgung, dem Rettungsdienst und der stationären Behandlung zusammen, um unterschiedliche Blickwinkel auf Erkennung, notfallmedizinische Versorgung und anschließende Therapie darzustellen. Vorgesehen sind Beiträge zur ersten Einschätzung, zur Diagnosestellung und zu Übergaben zwischen den Versorgungsebenen. Ein weiteres Anliegen ist die Identifikation von Abläufen, die verbessert werden können, damit relevante Informationen bei Übergaben nicht verloren gehen.
Ziele, Organisation und Teilnahme
Nach Angaben der Stadt und des Evangelischen Krankenhauses in Hagen Haspe soll die Veranstaltung das Bewusstsein für Sepsis schärfen und ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen in der Versorgung schaffen. Dr. Anjali Scholten vom Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hagen und Christoph Fedder vom Evangelischen Krankenhaus in Hagen Haspe betonen, dass gute Versorgung mit dem Erkennen möglicher Warnzeichen beginne und eine funktionierende Zusammenarbeit aller Beteiligten voraussetze.
Die Aktion ist Teil der bundesweiten Kampagne #DeutschlandErkenntSepsis. Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer Westfalen Lippe wurden beantragt.
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