In Mülheim an der Ruhr hat die Stadt zum zweiten Mal den Nationalen Veteranentag begangen. Etwa 70 Gäste folgten der Einladung in das Historische Rathaus, darunter ehemalige und aktive Soldatinnen und Soldaten, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik sowie Delegationen von militärischen Einrichtungen. Oberbürgermeister Marc Buchholz betonte die Rolle des Tages für die Erinnerungskultur und die soziale Anerkennung von Menschen mit Bundeswehrdienst.
Gedenken und gesellschaftliche Anerkennung
Der Nationale Veteranentag richtet die Aufmerksamkeit auf Bürgerinnen und Bürger, die ihren Dienst in der Bundeswehr geleistet haben oder leisten und ehrenhaft ausgeschieden sind. Buchholz hob hervor, dass Veteraninnen und Veteranen ein fester Bestandteil der Stadtgesellschaft seien. Sie begegneten den Menschen als Nachbarinnen und Nachbarn, Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunde oder Familienmitglieder und engagierten sich in unterschiedlichsten Berufen und Ehrenämtern. Zugleich mahnte der Oberbürgermeister, den neu eingeführten Gedenktag stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.
Persönliche Erfahrungen eines Festredners
Festredner war Hauptmann d.R. Marcel Riedel. In einer persönlichen Ansprache schilderte er seinen Weg zur Bundeswehr, Erlebnisse aus der aktiven Dienstzeit und den Übergang in den zivilen Bereich. Riedel berichtete außerdem von seinem Engagement in der Reserve und begründete seine weitere Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Er rückte nicht nur die Dienstzeit einzelner Soldatinnen und Soldaten in den Mittelpunkt, sondern verwies auch auf die Familien, die Entscheidungen und Belastungen des Militärdienstes mittragen.
Präsenz von Einsatzkräften und musikalische Begleitung
Auf dem Rathausmarkt präsentierten sich neben der Bundeswehr auch Feuerwehr und Polizei. Ein Fahrzeug der Bundeswehr, ein Feuerwehrfahrzeug sowie ein Polizeimotorrad standen vor dem Rathaus und fanden bei den Besucherinnen und Besuchern Interesse. Teilnehmende Gremien und Verbände kamen unter anderem vom Landeskommando Nordrhein Westfalen, dem Kreisverbindungskommando Mülheim an der Ruhr, der Marineoperationsschule Bremerhaven und der Marinekameradschaft Mülheim an der Ruhr. Musikalisch wurde der Festakt vom Wladigerov Quartett begleitet.
Die Veranstaltung setzte ein Zeichen der Anerkennung für den Dienst im In- und Ausland und für das Engagement zur Sicherung der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Organisatoren und Teilnehmende betonten die Bedeutung, die Leistungen der Betroffenen sichtbar zu machen und im öffentlichen Diskurs zu verankern.
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