Die Stadtverwaltung hat dem Mobilitätsausschuss am 28. April 2026 einen Baubeschluss zur Verkehrserschließung der Stadtteile Müngersdorf, Braunsfeld und Ehrenfeld vorgelegt. Im Zentrum steht der Neubau und die Umgestaltung von Anschlüssen an die Militärringstraße. Der Rat soll voraussichtlich am 12. Mai 2026 über die Vorlage entscheiden. Die Gesamtmaßnahme ist mit rund 13,3 Millionen Euro veranschlagt und ist nach Angaben der Verwaltung grundsätzlich förderfähig.
Beschlussweg und Zeitplan
Nach einer positiven Beschlussfassung soll die Ausführungsplanung abgeschlossen und die Vergabe der Bauleistungen vorbereitet werden. Die bauliche Umsetzung ist für den Zeitraum von 2027 bis 2029 vorgesehen. Fördermittel des Landes Nordrhein Westfalen wurden bereits 2016 nach den Förderrichtlinien kommunaler Straßenbau beantragt und sollen nach dem Ratsbeschluss aktualisiert werden.
Erster Bauabschnitt Aachener Straße
Im ersten Bauabschnitt ist eine neue Zufahrtsmöglichkeit von der Aachener Straße in nördlicher Richtung auf die Militärringstraße geplant. Bisher konnte nur der aus Osten kommende Verkehr diese Verbindung nutzen. Künftig soll auch Verkehr aus Westen über die neue Anbindung auf die Militärringstraße gelangen. Dafür ist unter anderem eine Gleisquerung mit einer neuen Lichtsignalanlage vorgesehen.
Zur Entlastung der Straße Alter Militärring soll der Linksabbieger von der Aachener Straße in diese Straße für den Pkw Verkehr gesperrt und ausschließlich für Linienbusse nutzbar bleiben.
Zweiter Bauabschnitt Stolberger Straße
Der zweite Abschnitt umfasst die Anbindung der Stolberger Straße an die Militärringstraße. Geplant ist ein leistungsfähiger Verkehrsknotenpunkt mit neuer Abbiegespur, Lichtsignalanlage und begleitenden Entwässerungsmaßnahmen. Die Zufahrt zu den Schrebergärten muss angepasst werden. Die südlichste Gartenparzelle entfällt aus Lärmschutzgründen. Diese Fläche soll ökologisch aufgewertet werden.
Zur Erhöhung des Anwohnerschutzes werden die bestehenden Schrankenanlagen auf der Wendelinstraße versetzt. Im Bereich des neuen Anschlusses sind Entfernung von Buschwerk, Gehölzen und einzelnen Bäumen vorgesehen. Als Ausgleich und zum Artenschutz sind Maßnahmen sowohl innerhalb des Planungsgebiets als auch auf einer externen städtischen Fläche geplant. Teilweise ist die Anlage einer Streuobstwiese in Junkersdorf vorgesehen.
Dritter Bauabschnitt Kreisverkehr und Folgen für den Straßenraum
Am Knotenpunkt Stolberger Straße, Vitalisstraße und Wendelinstraße ist der Umbau zu einem Kreisverkehr vorgesehen. Ziel ist eine Verbesserung des Verkehrsflusses und der Verkehrssicherheit. Bestehende Bushaltestellen sollen neu positioniert und barrierefrei ausgebaut werden.
Durch die Umgestaltung müssen Pkw Stellplätze neu geordnet werden. Fünf bisher vorhandene Stellplätze entfallen. Weiterhin sind vierzehn nicht angelegte Stellplätze auf der Platzfläche betroffen. In der Neuplanung sind insgesamt zehn Längsparkplätze sowie acht Senkrechtparkplätze vorgesehen. Eine Untersuchung der Bäume auf der Mittelinsel hat ergeben, dass diese nicht erhalten werden können. Als Ausgleich sollen elf neue Bäume gepflanzt werden. Zudem werden bauliche Voraussetzungen für acht neue Fahrradabstellanlagen geschaffen.
Informationszugang
Details zur Vorlage sind im Ratsinformationssystem der Stadt Köln hinterlegt. Dort ist die Sitzung SessionNet verzeichnet mit dem Titel Baubeschluss für den Neubau des Anschlusses der Militärringstraße Stolberger Straße, des Kreisverkehrsplatzes Stolberger Straße Wendelinstraße Vitalisstraße sowie für die Umgestaltung der Anschlüsse an der Militärringstraße Aachener Straße.
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