Feuerwehr Recklinghausen warnt vor Hitzefolgen: Autos, Flüssigkeitshaushalt und Brandgefahr im Fokus

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Anhaltende Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit stellen nach Einschätzung der Feuerwehr Recklinghausen in den kommenden Tagen eine gesundheitliche und materielle Gefahr dar. Die Einsatzkräfte mahnen zu vorsorgenden Maßnahmen gegen Hitzebelastung, warnen vor den Risiken in geparkten Fahrzeugen und geben Verhaltensempfehlungen zur Verringerung von Brandgefahren im Freien.

Wie sich Menschen gegen Hitzestress schützen können

Unangemessene Kleidung, mangelnde Flüssigkeitszufuhr und körperliche Anstrengung zählen zu den häufigsten Ursachen für hitzebedingte Zusammenbrüche, so die Feuerwehr. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, Kleinkinder und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zugleich dürften aber auch sonst gesunde Menschen die Belastung nicht unterschätzen.

Als grundlegende Regeln empfehlen die Einsatzkräfte, längere direkte Sonneneinstrahlung in der Mittagshitze zwischen 11 Uhr und 15 Uhr zu vermeiden und Sonnenschutzmittel zu verwenden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zentral. An heißen Tagen kann der Bedarf deutlich steigen. Es wird empfohlen, den Körper mit leichter Kost zu schonen und auf alkoholische Getränke sowie starken Kaffee zu verzichten.

Sport und sonstige körperliche Belastungen in der prallen Sonne sind nicht ratsam. Können sie nicht vermieden werden, sind regelmäßige Erholungspausen und zusätzliche Flüssigkeitszufuhr erforderlich. Treten auffällige Anzeichen einer Hitzebelastung auf, sollten Betroffene sofort Schatten aufsuchen, die Beine hochlagern, etwas trinken und mit einem kühlen Tuch kühlen. Verbessert sich der Zustand nicht, gilt es, den Notruf zu verständigen.

Lebensgefahr im geparkten Fahrzeug

Ein besonderer Schwerpunkt der Warnungen ist der Aufenthalt in Fahrzeugen bei hohen Außentemperaturen. Die Feuerwehr betont, dass weder Menschen noch Tiere im Auto zurückgelassen werden dürfen, auch nicht für wenige Minuten und nicht im Schatten. Selbst mit leicht geöffneten Fenstern oder im Schatten kann sich das Wageninnere sehr schnell auf lebensgefährliche Temperaturen aufheizen.

Als Beispiel nennt die Feuerwehr, dass sich ein Pkw bei 34 Grad Außentemperatur binnen 30 Minuten auf etwa 50 Grad erwärmen kann und innerhalb einer Stunde Werte um 60 Grad erreicht werden können. Befinden sich Menschen oder Tiere in einer Notlage, können Einsatzkräfte das Fahrzeug gegebenenfalls gewaltsam öffnen, um Leben zu retten.

Verhalten zur Brandvermeidung

Die Trockenheit im Sommer erhöht das Risiko für Wald- und Flächenbrände. Die Feuerwehr rät, den Umgang mit offenem Feuer zu vermeiden. Rauchen im Wald ist verboten und gefährlich. Das gilt auch für Wasserpfeifen und ähnliche Geräte. Zigarettenkippen dürfen nicht achtlos aus dem Auto geworfen oder auf Wiesen und in Gebüsch entsorgt werden. Auch Glasflaschen oder Scherben können Brände auslösen.

Beim Grillen sollte ein steiniger Untergrund gewählt oder der Rasen unter dem Grill und die Umgebung ausreichend gewässert werden. Die Grillkohle muss vollständig abgekühlt sein, bevor sie in geeigneten Behältnissen entsorgt wird. Ein Eimer Wasser oder ein Feuerlöscher in Griffnähe erhöhen die Sicherheit. Lagerfeuer auf Wiesenflächen und in der Nähe von Büschen oder Bäumen sind derzeit besonders riskant und sollten unterbleiben. Ebenso sollten Fahrzeuge nicht auf trockenen Wiesen abgestellt werden, da heiße Abgasanlagen Feuer entfachen können.

Wer eine Brandgefahr erkennt, sollte unverzüglich den Notruf alarmieren. Die Feuerwehr appelliert an die Bevölkerung, mit einfachen Verhaltensregeln dazu beizutragen, die Sommerzeit sicherer zu gestalten. Die Einsatzkräfte stehen für Fragen und Hilfe zur Verfügung.

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