Wegen anhaltender Hitze und mit Blick auf das kommende Wochenende hat die Stadt Recklinghausen das Grillen auf öffentlichen Flächen untersagt. Feuerwehr und Stadtverwaltung betonen die erhöhte Brandgefahr und kündigen verstärkte Kontrollen in Parks und Grünanlagen an.
Verbot in Grünanlagen und mögliche Sanktionen
Offenes Feuer ist im gesamten Stadtgebiet, insbesondere in Grün- und Parkanlagen sowie im Wald, nicht erlaubt. Der Kommunale Ordnungsdienst wird diese Bereiche schwerpunktmäßig kontrollieren. Wer gegen das Verbot verstößt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro.
Konkrete Sicherheitsregeln beim Grillen
Feuerwehr und Stadt geben eine Reihe konkreter Hinweise, um Unfälle zu vermeiden. Demnach sollte ein Holzkohlegrill stets im Freien stehen und niemals unter einer Überdachung betrieben werden, da Wärme und Rauch sonst nicht gefahrlos abziehen können. Auch das Abkühlen eines erloschenen Grills darf nicht in geschlossenen Räumen erfolgen, weil dabei lebensgefährliche Brandgase entstehen können.
Auf Balkonen oder unter Dächern sind nur elektrische Grillgeräte zu verwenden, da sonst Vergiftungsgefahr durch Kohlenmonoxid besteht. Der Grillort sollte eben und ausreichend groß sein und genügend Abstand zu brennbaren Materialien haben. Als weiteres Schutzmittel wird empfohlen, keine Kleidung aus synthetischen Fasern zu tragen, da diese bei Hitze schmelzen und schwere Verletzungen verursachen können. Bei kleinen Kindern ist ein fester Sicherheitsabstand einzuhalten.
Zum Anzünden der Kohle dürfen ausschließlich zugelassene Grillanzünder genutzt werden. Das Entfachen eines Feuers mit Spiritus ist ausdrücklich untersagt. Abfälle oder Essensreste dürfen nicht in den Grill geworfen werden. Die Kohle muss unter Aufsicht vollständig auskühlen und erst dann entsorgt werden.
Verhalten im Notfall
Wenn trotz aller Vorsorge ein Unfall passiert, ist die Feuerwehr über den Notruf zu alarmieren. Bei brennender Kleidung empfehlen Einsatzkräfte das Erstintervention mit Decken, Kleidungsstücken oder dem Wälzen auf dem Boden. Danach sollte Kleidung entfernt werden, ausgenommen Teile, die fest an der Haut haften. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes kann anhaltendes Kühlen mit Wasser die Zeit überbrücken. Die Verwendung von Eis oder eiskaltem Wasser zur Kühlung ist nicht ratsam.
Die Hinweise halten sich an bundesweite Unfallzahlen: Im Durchschnitt ereignen sich in Deutschland jährlich mehr als 4000 Grill- und Feuerunfälle, rund 400 davon enden mit schweren oder schwersten Verbrennungen. Vor diesem Hintergrund betrachten Feuerwehr und Verwaltung die Maßnahmen und Warnungen als präventive Schutzmaßnahme.
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