Gelsenkirchen hat sein Jubiläumsjahr am 29. November 2025 mit einem offiziellen Festakt im Hans-Sachs-Haus beendet. Genau an seinem 150. Geburtstag zog die Stadtbilanz der Feierlichkeiten: Rund 200 geladene Gäste aus Politik, Kultur, Sport und weiteren Bereichen nahmen an der Veranstaltung teil, die musikalische Beiträge und einen filmischen Rückblick verband.
Festakt im Hans-Sachs-Haus
Der Abend wurde musikalisch unter anderem von einem Streichquartett der Neuen Philharmonie Westfalen begleitet. Moderator Frank Bürgin führte durch das Programm, zu dem auch ein Kurzfilm zur Stadtgeschichte mit dem Gelsenkirchener Comedian Hans Gerzlich gehörte. Traditionelle Elemente durften nicht fehlen: Das Steigerlied wurde in einer Aufführung des Musiktheaters im Revier mit den Sängerinnen und Sängern Anke Sieloff und Sebastian Schiller sowie Karolina Halbig am E-Piano interpretiert.
Drei Leitgedanken in der Rede der Oberbürgermeisterin
Oberbürgermeisterin Andrea Henze nutzte den Schlussakt, um die Entwicklung der Stadt in drei Punkten zusammenzufassen. Zum einen hob sie die harte Arbeit hervor, die das frühe Bergbauzeitalter prägte und die auch nach Schließung der Zechen gefordert blieb. Zum zweiten betonte sie die Bedeutung von Zuwanderung und Integration. In ihren Worten: „Nein, Zuwanderung und Integration sind keine Selbstläufer, sie sind anstrengend für alle, ohne Wenn und Aber.“ Drittens verwies Henze auf die Vielfalt der Stadtteile und die unterschiedlichen Prägungen im Stadtbild, von ländlich wirkenden Quartieren bis zu großindustriellen Bereichen.
Rückblick, Wissenschaftliche Einordnung und Ausblick
In seiner Festrede griff Prof. Dr. Nicolai Hannig von der Technischen Universität Darmstadt historische Fragen auf und fragte unter anderem, wie das Leben vor 150 Jahren in Gelsenkirchen gewesen sei. Henze verband den Rückblick mit einem Blick nach vorn und warb dafür, die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Sie sagte, man knüpfe an den Mut und das Vertrauen der Vorgänger an und habe die Erneuerung der Stadt selbst in der Hand.
Der Abend schloss damit, dass die Stadt nicht nur auf das zurückblickt, was war, sondern die kommenden Jahre als Aufgabe und Chance begreift, die gemeinsam angegangen werden sollen.
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