Am 23. August 1946 setzte die britische Militärregierung den Grundstein für das heutige Bundesland Nordrhein Westfalen. In Mülheim an der Ruhr ist anlässlich des 80. Jahrestags der Gründung der Rathausturm beflaggt. Die Aktion verweist auf die Nachkriegsneuordnung, die die politische Landkarte in der britischen Zone nachhaltig veränderte.
Wie Nordrhein Westfalen entstand
Unter dem Codenamen „Operation Marriage“ ordneten die britischen Behörden die Verwaltungsstrukturen in ihrer Besatzungszone neu. Aus Teilen der preußischen Rheinprovinz mit den Regierungsbezirken Aachen, Düsseldorf und Köln sowie der Provinz Westfalen wurde ein neues Land gebildet. Ziel war es, politische und wirtschaftliche Kräfte der Region zu bündeln und die Verwaltung handhabbarer zu machen.
Mülheim an der Ruhr als Teil des neuen Landes
Die Stadt Mülheim an der Ruhr wurde dabei Teil des neuen Bundeslandes. Seit 1946 ist die Stadt in die Entwicklung von Nordrhein Westfalen eingebunden, sowohl als wirtschaftlicher Standort als auch als Teil der Metropolregion Rhein Ruhr. Die Beflaggung des Rathausturms markiert diese historische Verbindung sichtbar.
Regionale Bedeutung heute
Nordrhein Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands. Heute leben dort etwa 18 Millionen Menschen. Die Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg gilt als einschneidender Einschnitt in der deutschen Länderstruktur, deren Wirkung bis in die Gegenwart reicht.
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